Vom "fliegenden" zum Technischen Handel

Der „Werkzeug-Himmel“ liegt in Dortmund

Dass auch alte, branchengehärtete Profis (egal ob aus Handel, Handwerk oder Industrie) "große Kinder-Kulleraugen" bekommen und wie früher durchs vorweihnachtliche Kaufhaus-Spielzeug- Paradies schweben können - dies kann man jetzt wochentags täglich von 7.00 bis 20.00 (Samstags 8.00 bis 16.00) Uhr in Dortmund erleben. Nur, dass sich in der Westfalen-Metropole der "Werkzeug-Himmel auf Erden" S/V/H Schmidt Versandhandel GmbH nennt und im Gewerbe-Gebiet Dortmund-Wambel liegt.

Irgendwie fühlt man sich auch an die „guten, alten“ Kölner Eisenwarenmesse-Zeiten erinnert. Alles, was das „Werker-Herz begehrt“ ist an einem Ort handhaftig. Kompakt, überschaubar und dennoch tief. Und alles ist zudem auch noch direkt oder kurzfristig erhältlich. Quasi „märchenhaft“ ist aber nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Vita des Mannes, der hinter dem Kürzel S/V/H steht: Alexander Schmidt. Der agile, bodenständige Unternehmer „lebt seine Firma“, er will die alten Zöpfe abschneiden, etwas bewegen. Nach seinen Stärken und Schwächen befragt, nennt er seine Ungeduld - die vor allem ein wichtiger Antriebs-Motor sei.

Der stolze Familien-Vater und bekennende "Borussia Dortmund-Fan" hat sich im wahrsten Sinne "als seines Glückes Schmied" betätigt und ist den berühmten Weg von der "Garagen-Firma zum Groß-Unternehmen" seit 1998 konsequent angegangen. Wobei der gelernte Industrie-Kaufmann seine ersten "Unternehmer-Sporen" auf dem Flohmarkt mit Werkzeug-Retouren verdiente. Schmidt setzt ganz konsequent auf Marken-Qualität, auf Emotionen und auf Preisbewusstsein. Dies dokumentiere sich – so Schmidt - in einer zweistelligen Umsatzrendite.

Heute, gerademal 26-jährig, setzt er (zusammen mit 16 Mitarbeitern) rund 2,5 Millionen Euro (2003) um und "händelt" auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern über 40.000 Lagerartikel, insgesamt rund 200.000 Artikel stehen innerhalb von S/V/H liefert frei Haus und versendet die Ware innerhalb Deutschland direkt auf die Baustelle. Als "Umsatz-Ziel 2004" steht eine Verdoppelung auf dem Programm. Etwa 80 Prozent des Umsatze entfallen derzeit auf den Versandhandel (www.schmidtshop.de). Der aktuelle Katalog (ohne E-Werkzeuge) umfasst 1.500 Seiten.

In seinem neuen "Kompetenz-Zentrum" präsentiert sich Schmidt als wahrer "Marken- Fetischist" - insgesamt 27 Profi-Marken (in den Sortimentsbereichen Arbeitsschutz, Hand- und Elektrowerkzeuge, Befestigungstechnik und chemisch-technische Produkte) füllen sortimentstief kilometerlange Warenwände. Beispielhaft misst allein die "Gedore-Wand" über einhundert Meter.

Damit werden nicht nur Handwerker (vom Dachdecker bis zum Gebäudereiniger) in das verkehrs- und auch parkplatztechnisch optimal gelegene Haus "gelockt", sondern auch Industrie-, Kommunal und Privatkunden (inklusive der zahlreichen offiziellen und heimlichen, Branchen-Neugierigen, die verstärkt nach Dortmund pilgern). Mit zahlreichen Begleitmaßnahmen (Außenwerbung, Zielgruppenansprache, Rundfunk-Spots) soll das neue Kompetenz-Zentrum noch mehr Aufmerksamkeit bekommen. Ein besonderes "Werbe-Highlight" des E/D/E-Mitgliedes war die dreitägige Eröffnungsparty am zweiten Mai-Wochenende (6. bis 8.5). Rund 10.000 Besucher konnten dabei nicht nur die Präsentationen der Lieferanten des Fachhandels, sondern auch Stargäste wie Claudia Jung und Jörg Knör erleben.